Wandern Barfuß ist gesund

Unten ohne über Stock und Stein

Wandern Barfuß gehen ist gesund:
Es stärkt die Fußmuskulatur und entlastet die Gelenke. Spezielle Barfußparks laden dazu ein, die Natur mit bloßen Füßen zu erkunden.
Barfuß
Die Füße müssen sich ans Gehen ohne Schuhe erst gewöhnen.

Im Laufe unseres Lebens tragen sie uns 160.000 Kilometer weit - ungefähr viermal rund um die Erde.

Trotzdem vernachlässigen wir unsere Füße oft sträflich. Wir zwängen sie in viel zu enges Schuhwerk und foltern sie mit hohen Absätzen. Übergewicht und Bewegungsmangel sorgen für zusätzliche Probleme. Zur Entlastung empfehlen Physiotherapeuten und Orthopäden "öfters raus aus den Schuhen".

Wer barfuß geht, hat eine gesunde Körperhaltung

Die Tanztherapeutin Barbara Kirchner ist regelmäßig "unten ohne" in der Natur unterwegs. "Nasses Gras aber auch Matsch unter den Füssen – das ist eine ganz besondere Art, die Natur zu spüren", schwärmt sie. Dazu kommt der gesundheitliche Effekt: Auf den unebenen Boden muss der Fuß ausbalancieren - Muskulatur, Sehnen, Bänder und das Bindegewebe werden dadurch gestärkt. Auch Physiotherapeut Erich Wagner empfiehlt, möglichst oft auf die Schuhe zu verzichten: "Wer barfuß geht, nimmt automatisch eine gesunde Körperhaltung ein. Der Fuß rollt natürlich ab und das entlastet Knie und Bandscheiben."

Barfußwege sind wie Massage für die Füße

Aber Vorsicht: Der erste Barfuß-Spaziergang über Steine oder eine Wiese kann schmerzhaft sein - die Füße sind das Gehen ohne Schuhe nicht mehr gewöhnt.

Eine gute Alternative sind Barfußparks. Auf speziellen Parcours können Anfänger ausprobieren, wie es ist über Erde, Gras, Steine oder Holz zu laufen. Der längste Barfußweg Österreichs befindet sich in Söll in Tirol. Auf einer Länge von zwei Kilometer können Besucher durch Wiesen, Lehm, Schlamm aber auch Wasser wandern. Auf die Füße wirkt der Spaziergang wie eine natürliche Fußreflexzonenmassage. Wer sich danach in die "wilde Natur" wagt, der sollte es langsam angehen und auf weichem Untergrund beginnen, empfiehlt Wagner. Für Untrainierte ist Barfußlaufen anstrengend. Erst mit Zeit werden die Muskeln kräftiger und es bildet sich eine stärkere Hornhaut - dann macht auch ein Lauf über Steine Spaß.

So machen Sie es richtig
  • Gehen Sie langsam, setzen Sie den nackten Fuß senkrecht auf den Boden auf, rollen Sie ihn ab und heben Sie ihn weit genug an.
  • Achten sie stets, wohin Sie treten. Sie müssen rasch reagieren, wenn Sie Ameisen, Wespen oder eine Schlange vor sich sehen.
  • Am gesündesten ist es bei 20 bis 25 Grad Celsius barfuß durch die Natur zu gehen. Für tiefere Temperaturen müssen sie im Herbst und Winter langsam trainieren. Wann immer man im Herbst und im Winter barfuß geht: die Füße müssen warm sein.
  • Es ist wichtig, dass man mit den nackten Füßen weichen und harten Boden begeht, zum Beispiel Sand, Laub, Rinde, dann Kieselsteine. Dadurch werden die Reflexzonen an der Fußsohle optimal aktiviert.
  • Nach dem Barfußgehen ist ein lauwarmes Fußbad ideal. Sie können aber auch nach der Kneipp-Methode in 25 Zentirneter tiefem, kaltem Nass Wassertreten.

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