Pinzgauer Wallfahrt, Salzburgerland

Wallfahrt

Pinzgauer Wallfahrt

Glocknerwallfahrt, immer an Peter und Paul

Die Glocknerwallfahrt ist die größte Wallfahrt in Salzburg und lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückführen.

Seidlwinkltal

Sie wird alljährlich am 28. und 29. Juni, zum Fest der beiden Aposteln Petrus und Paulus, abgehalten und dauert zwei Tage. Bis zu 5.000 Pilger beteiligen sich daran.

Es gibt mehrere Sammelstellen wo die Pilger aufbrechen Ferleiten bei Fusch/Bruck - Rauris Tauernhaus

Nach der Messe um 07.00 Uhr im Rauriser Tauernhaus, brechen die Pilger den langen Marsch nach Heiligenblut an! Unterwegs werden mehrere Gebetsrasten eingelegt!

Route: Rauriser Tauernhaus - Hochtour Südportal
(dort treffen die Pilger von Ferleiten und Tauernhaus aufeinander) - entlang der Großglocknerstrasse Richtung Heiligenblut

Kurz vor Heiligenblut treffen sich die gesamten Pilger in der Kipperkapelle, wo die letzte Messe abgehalten wird und gemeinsam marschieren die Pilger nach Heiligenblut ein. Dort werden Sie mit Musik erwartet.
Am 29. Juni ist dann in Heiligenblut ein Kirchtag!

Die Großglockner-Wallfahrt geht der Überlieferung nach auf ein Gelöbnis aus dem 16. Jahrhundert zurück, in dem die Wallfahrer auch Schutz vor der Pest und vor Wölfen für ihre Haustiere erbaten.

WallfahrtEin Erlebnis ungewöhnlicher Art
„Ein Erlebnis ungewöhnlicher Art und einziger Schönheit ist die jährliche Wallfahrt der Pinzgauer nach Heiligenblut. Da vereinigt sich das Staunen über die Wunder der Natur mit hoher religiöser Stimmung. Denn dieser Gang führt hinauf in die Hochregion, wo man hingerissen wird von den Werken der Schöpfung und der Größe Gottes, wo das Herz bergfroher Menschen stille steht vor Bewunderung. Die Wallfahrt nimmt in der Morgenfrühe des 28. Juni nach einer einstimmenden Gemeinschaftsmesse in Ferleiten ihren Anfang.
Man steigt, einen Psalter betend, teilweise auf altem Wege, teilweise auf der neuen Strasse, empor zum Petersbrünnl, wo die erste Rast gehalten wird, dann geht es hinauf übers Naßfeld und Fuscher Törl durchs Mittertor zum Beindlkar, wo 1683 neuen Teilnehmer erfroren sind, durchs Hochtor, (2.506m), hinab zur Kasereck- und Gipperkapelle und von da ist feierlicher Einzug in die überragende schöne Wallfahrtskirche Heiligenblut.“ So schrieb Kanonikus Josef Lahnsteiner in der Unterpinzgauer Chronik über die Wallfahrt nach Heiligenblut.

HeiligenblutLahnsteiners Meinung, dass Die Wallfahrt ursprünglich deshalb stattfand, „damit Gott sie von der Wolfsplage erlösen möge“, stimmt nicht. Die ersten Pilger waren unterwegs, um Gott zu bitten, dass er sie von der Pestplage erlöse. Es sind noch Pestgelöbnisse aus dieser Zeit überliefert, und die Weyerkirche in Bramberg ist eine Pestkirche.
Die erste Wallfahrt fand im Jahre 1430 statt, damals pilgerten Bramberger auf dem ehemaligen Römerweg von Fusch nach Ferleiten über den Großglockner nach Heiligenblut. Sicherlich war zu dieser Zeit der Pilgerweg weitaus gefährlicher und abenteuerlicher als heute, dennoch ist diese Hochgebirgswallfahrt auch heute noch mit Sorge zu bewältigen. Wallfahrtsleiter Pfarrer Josef Binder aus Stuhlfelden: „Alle Wallfahrer sollen sich, wenn gemeinsam gebetet wird, der Würde der wallfahrt bewusst sein, sollen beisammenbleiben, die Gebetsstationen einhalten, auf der rechten Seite der Glocknerstrasse und nicht über die Böschung gehen.“ Der Weg verläuft zu je einem Drittel entlang der neuen Glocknerstrasse, des Römerpfades und des alten Glocknerweges.
Die Zeit der Pinzgauer Wallfahrt wurde und wird immer so angelegt, dass die Pilger am 29. Juni, zu Peter und Paul, in der Pfarrkirche Heiligenblut gemeinsam eine Messe feiern können. Pfarrer Binder: „Nach altem Brauch beginnt die Wallfahrt um 5.00 Uhr früh mit einem Wallfahrtsgottesdienst bei der Pilgerkapelle in Ferleiten und ist am 29, Juni um 6.00 Uhr früh nach dem Wallfahreramt in Heiligenblut zu Ende.“

Die Legende des Briccius
Josef Binder: „Die im spätgotischen Stil erbaute Kirche stammt aus der Zeit um 1500. Bemerkenswert ist außen das St. - Christoph- Fresko, innen der Hochaltar und links das weißmarmorne Sakramentshäuschen. Es dient der Aufbewahrung des Heiligen Blutes und der Ähren des seligen Briccius, der in einem Grab in der Unterkirche ruht.
Der selige Briccius stammte aus dem dänischen Königsgeschlecht und stand in Konstantinopel als Feldherr im Dienst des oströmischen Kaisers. Er war durch seine besondere Frömmigkeit und Tüchtigkeit aufgefallen. Gegen Ende seines Dienstes ereignete es sich, dass ein Mann an einem Feiertag ein Bild des gekreuzigten Jesus mit dem Messer durchstach, worauf daraus Blut wie aus einem lebendigen Körper floss. Der Täter rannte voll Schrecken davon und verkündete von diesem Wunder. Der Kaiser befahl, dass heilige Blut in ein Glas fassen zu lassen.
HeiligenblutBriccius wollte Abschied nehmen und nach Dänemark zurückkehren. Als Lohn für seine treuen Dienste erbat er vom Kaiser das Fläschen mit dem heiligen Blut, das er schließlich auch erhielt.
Nach langer Wanderschaft durch viele Länder gelangte er mit dem sorglich gehüteten heiligen Blut in das Drautal. Er hatte das Fläschen in einer Wunde an der Wade versteckt gehalten. Um 914 wollte er weiter nach Norden, durch das Mölltal und über den Tauern, bis eine Lawine seine Reise beendete. Im Frühjahr sahen Bauern drei Ähren aus dem Schnee emporwachsen, gruben nach, fanden den toten Wanderer und begruben ihn. So entdeckte man auch die Reliquie des Heiligen Blutes und die Aufzeichnungen des Briccius, der später selig gesprochen wurde.“
Die Pinzgauer Wallfahrt nach Heiligenblut ist eine Seelenreise für Meditationen und Fürbitten: in dieser grandiosen Bergwelt wird das Gebet zu einem tief greifenden Erlebnis.

Geschichtlicher Hintergrund:
„Da vereinigt sich das Staunen über die Wunder der Natur mit hoher religiöser Stimmung.“
Die Glockner Wallfahrt lässt sich bis ins 16 Jahrhundert zurückverfolgen. Zur damaligen Zeit, vernichteten sehr viele Wildtiere (Wölfe, Luchse, …) die Haustiere der Einwohner. Die Bewohner waren sehr verzweifelt und wollten diese Problem mit einer Wallfahrt lösen.
Während der Kriegszeit wurde die Wallfahrt verboten, einige gingen jedoch trotzdem und machten sich dadurch keine Freunde.

Und bis heute findet jedes Jahr die traditionelle Wallfahrt statt.

Vom Rauris bis zum Tauernhaus fahren laufend Taxis, Shuttlebusse fahren ½ stündlich vom Parkplatz Lenzanger bis ins Tauernhaus
Taxi- und Ausflugsfahrten:
Hans Plössnig Tel: +43 6544 6444, E-Mail: ploessnig-reisen@rauris.net
Pirchner Georg, Tel: +43 6544 6284, E-Mail: taxipirchner@aon.at

Infos als PDF (Jahr 2013) können Sie hier herunterladen

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