Telemarkskifahren in Rauris

"Mach eine tiefe Kniebeuge, wie in der Kirche"

Telemark Skifahren
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Rauris, Jänner 2010 (SN).
Hände vorn lassen, Bauch und Rücken anspannen, den Bergski nach hinten schieben, die Knie beugen, das hintere so tief wie möglich. Skilehrerin Birgit Ratz geht in die Telemark-Position. „Mach einfach eine Kniebeuge wie in der Kirche“, sagt Birgit. Sie macht noch ein Kreuzerl dazu. Über ihren Vergleich muss sie selbst lachen.

Telemark wird als Skifahren mit der „freien Ferse“ bezeichnet, eine ursprüngliche Skitechnik. Die Bindung ist vergleichbar mit der von Tourenski, der Schuh hat vorn eine Knickfalte, um die Fußbewegung zu ermöglichen.

„Immer den Bergski zurückschieben, hinten auf Zehenspitzen stehen, beim Talski stehst du auf der vollen Sohle. Das ist der Unterschied zum alpinen Skifahren.“

Birgit fährt vor, die SN-Redakteurin ist froh, die Profifrau vor sich zu haben. Als Übungsgelände hat sie den Babyhang bei den Hochalmbahnen Rauris ausgewählt. Das Geradeausfahren ist für die Skifahrerin kein Problem, aber jetzt, die Kurve, schnell aufrichten und das andere Knie beugen. Das erste Gefühl: Kein Halt, ich wackle um die Kurve, kämpfe mit dem Gleichgewicht. Aber, nicht gestürzt.

Das freut beim Selbstversuch, hat Birgit doch gerade vorher gesagt, „90 Prozent stürzen bei der ersten Kurve“. Ihre Erklärung: „Beim alpinen Skifahren stehst du sicher auf dem Ski, beim Telemark ist es eine Balancesache.“

Zwar nicht gestürzt, aber nach ein paar Schwüngen weit davon entfernt, diese Technik im Griff zu haben. „Zwei Stunden fahren“, sagt Birgit, dann schaue das gleich anders aus. „Dein Problem, du traust dich nicht, tief in die Kniebeuge zu gehen.“ Ein Nachmittag Training würde aber ausreichen, um die Technik grundsätzlich zu kapieren.

Sie selbst fährt seit fünf Jahren Telemark und liebt es, weil es eine viel freiere und elegantere Bewegung ist. Elegant aber nur dann, wenn einer das beherrscht . . .

Ein Telemark-Skifahrer kurvt herunter, er sticht aus der Masse der Skifahrer. Es ist ein Skilehrer der Royal Navy. Ihm mache Telemark mehr Spaß als das alpine Skifahren, erzählt Tug Wilson, weil die Bandbreite an Bewegungen größer sei. Noch einen Vorteil nennt er und grinst: „Wenn du hinfällst, bist du viel näher am Boden.“

Die FIS- Weltcuprennen fanden am 11. und 12. Jänner 2010 statt, die British Army Telemark Championships vom 14. bis 17. Jänner. Mitorganisator ist die Skischule Maier in Rauris. Die Skilehrer helfen bei der Kurssetzung, springen als Dolmetscher ein und stellen sich während der Rennen als Rutschkommandos und Torrichter zur Verfügung.

Text, Bild, Video mit freundlicher Genehmigung der Salzburger Nachrichten. Original Artikel finden Sie hier..
©2010 SN/SW

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