Pistenregeln (Cartoons)

Haftung bei Kollisionen: FIS-Regeln gelten als Maßstab für die Gerichte.

Bei den acht Prozent der Unfälle, die auf Zusammenstöße zwischen Pistenbenutzern zurückzuführen sind, gilt generell der Grundsatz: Wer andere schädigt, haftet. Maßstab sind in diesem Fall die so genannten FIS-Regeln, die sich als Verhaltensstandard im Wintersport etabliert haben. Sie sind zwar - mit Ausnahme in Vorarlberg - nicht gesetzlich verankert (d.h. wer diese Regeln nicht befolgt, wird nicht bestraft, solange es zu keinem Unfall kommt), die Judikatur hat sie aber als Normen anerkannt und prüft bei Gericht, wer welchen Grundsatz missachtet hat.

Auf Basis der FIS-Regeln wird demnach über Schuld und Unschuld entschieden. Was zahlreiche Wintersportler nicht wissen: Viele Haushaltsversicherungen decken auch die Haftpflicht für Schäden, die ein Haushaltsangehöriger einem anderen Menschen zufügt. Das gilt auch für Ski- und Snowboardunfälle - solange man einen Zusammenstoß nicht böswillig oder aufgrund grober Fahrlässigkeit verursacht hat.

(1) Kanten und Bindung OK!?
Damit Bindungen auch wirklich (nur) im richtigen Moment auslösen, müssen sie sorgfältig auf Größe, Können und Gewicht des jeweiligen Skifahrers abgestimmt sein. Bindungen deshalb jedes Jahr im Sportfachgeschäft unter Verwendung eines geeichten Prüfgerätes einstellen lassen und Goldenes Prüfsiegel auf den rechten Skier kleben lassen - auf keinen Fall selbst justieren!
(2) Vor der Abfahrt ordentlich aufwärmen!
Vor der ersten Abfahrt oder nach einer längeren Pause das Aufwärmen nicht vergessen. So wird das Herzkreislaufsystem "auf Touren" gebracht und der Körper auf die Belastung vorbereitet.
(3) Wer Hirn hat, schützt es!
Unfälle auf der Piste ziehen häufig Kopfverletzungen wie Gehirnerschütterungen oder Platzwunden nach sich. Ein Skihelm kann 85 Prozent aller schweren Schädel- und Gehirnverletzungen verhindern.
(4) Öffne den Liftbügel erst im gekennzeichneten Ausstiegsbereich!
Nie die letzten Meter mit offenem Liftbügel fahren! Durch frühzeitiges Öffnen des Bügels besteht die Gefahr, bereits vor der Ausstiegsstelle vom Sessellift abzurutschen.
(5) Auf Sicht und kontrolliert fahren!
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen. Wer sich ständig an seinen Grenzen bewegt, gerät in Gefahr, diese zu überschreiten und die Kontrolle zu verlieren.
(6) Schau nach oben, bevor du losfährst!
Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren oder nach einem Halt wieder anfahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
(7) Nicht an unübersichtlichen Stellen stehen bleiben!
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich - außer im Notfall - an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
(8) Gib dem Langsameren Vorrang!
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt. Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Wintersportler nicht gefährdet. Vorrang hat der vorausfahrende Skifahrer oder Snowboarder. Wer überholt, muss genügend Abstand einhalten, um dem Vorausfahrenden für alle seine Bewegungen genügend Raum zu lassen.
(9) Schwing unterhalb der Gruppe ab!
Abschwingen oberhalb einer Gruppe bringt nicht nur Spaß durch das beliebte „Einstauben“, sondern kann bei einem Sturz des abbremsenden Skifahrers auch einen Dominoeffekt auslösen, bei dem mehrere Personen stürzen und sich verletzen können.
(10) Auf den gekennzeichneten Pisten bleiben!
Abseits markierter Pisten gibt es keine Hinweis- und Sperrtafeln, die vor Gefahren warnen. Lawinen und plötzliche Abgründe drohen. Wer auf den gekennzeichneten Pisten bleibt, ist auf der sicheren Seite!
(11) Pausen erhöhen das Skivergnügen!
Am Nachmittag ist das Verletzungsrisiko auf der Piste doppelt so hoch wie am Vormittag. Essen, Alkohol und erste Ermüdungserscheinungen von der sportlichen Tätigkeit verringern die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers - die Unfallrate steigt dementsprechend. Deshalb regelmäßig Pausen einlegen!


Familienfreundliche Ferienwohnungen/Appartements - Privatzimmer mit Frühstück
• Margit & Hermann Schwaiger
• 5661 Rauris - Salzburger Land
• Tel. +43 (6544) 6434
WALDHOF ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich,
die über einen Link erreicht werden.